Grundsätzliches (Einzelheiten über Massage)
  
Berührung wird immer über die Haut erfahren, unserem größten Sinnesorgan. Im Embryo entwickelt sich zuerst der Tastsinn, es gibt nichts Schöneres für einen Säugling als den mütterlichen Kontakt. Unzählige Spezialrezeptoren auf der Dermis, der zweiten Hautschicht, reagieren auf äußerliche Reize wie Hitze, Kälte und Druck und senden Botschaften über das Nervensystem zum Gehirn.
  
Sanftes Streicheln bewirkt die Ausschüttung von Endorphinen, unserer körper-eigenen Schmerzmittel, und erzeugt ein Gefühl von Geborgenheit und Wohlbefinden. Eine stärkere, kräftigere Massage kann verkrampfte und schmerzende Muskeln dehnen und steife Gelenke bessern und ihre Beweglichkeit und Flexibilität erhöhen.
  
Der direkte Einfluss von Massage auf Herzschlag, Blutdruck, Atmung und Verdauung fördert die Entspannung. Sie regt den Lymph- und Blutstrom an – der Sauerstoff-transport im Blut wird effektiver. Sauerstoff dient der raschen Regenerierung verletzten Gewebes und beschleunigt den Abbau von Milchsäure, einer bei Muskelermüdung entstehenden Schoffwechselschlacke.
  
Die Massage ist zwar kein Heilmittel gegen bestimmte Leiden, durch ihre wohltuende Wirkung verringern sich aber schädliche Stresshormone wie Kortison und Norepinephrin.
  
Berührungen zu erfahren und zuzulassen, steigert das Selbstwertgefühl, schafft Vertrauen und Offenheit. Einhergehend mit der Entkrampfung der Muskulatur kommen häufig auch lange angestaute Gefühle zum Durchbruch. Durch Berührung fühlen wir uns wertvoll, wir ruhen in uns selbst und sind uns unseres Körpers, unseres Daseins voll bewusst.
  
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